Nass- und Waschsauger helfen bei Hausstauballergie

Die Symptome der Hausstauballergie sind für die Betroffenen oft unerträglich. Augen jucken und brennen und die Nase läuft. Ein ständiger Niesreiz rundet die Beschwerden ab. Leider ist das nur die Spitze des Übels. Viele hat es noch deutlich schlimmer getroffen. Denn die Hausstauballergie kann einen sogenannten Etagenwechsel vollziehen. Das bedeutet, dass die Beschwerden aus dem Kopfbereich auf die Bronchien wechseln. Kurzatmigkeit und Asthma sind dann die Folge.

Auslöser der Allergie sind Milben

Die Hausstauballergie wird durch die europäische Hausstaubmilbe ausgelöst. Diese Milbe ist nur den Bruchteil 1 Millimeters groß und praktisch in jedem deutschen Haushalt zu finden (Ausnahme: Häuser über 1500 m Höhe). Man kann sich vor ihr nicht schützen, denn sie findet sich praktisch in jeder Matratze, sowie auch in Sofas, Teppichen, Gästebetten und mehr, wie man auf dieser Internetseite nachlesen kann.

Die Milben, die sich hauptsächlich von menschlichen Hautschuppen ernähren, leben zwischen 30 und ca. 100 Tagen. In dieser kurzen Zeit produziert sie in etwa das 200-fache ihres eigenen Körpergewichtes an Exkrementen. Dieser Kot besteht zu einem großen Teil aus Eiweiß und zerfällt, wenn er trocknet, in mikroskopisch kleine Partikel. Diese kleinen Partikel werden durch jeden Luftzug aufgewirbelt und verbinden sich mit dem Hausstaub. Begegnet der Allergiker nun diesem Hausstaub und atmet ihn ein oder hat ihn auf der Haut, so reagiert sein Körper auf das fremde Eiweiß im Milbenkot.

Regelmäßige Milbenbekämpfung ist wichtig

Milben, Quelle: pixabay.com

Leider kann man Milben nicht vollständig beseitigen. Man muss also Tag für Tag, Jahr für Jahr, das ganze Leben lang, dafür sorgen, möglichst wenig Staub in der Wohnung zu haben.

Das wichtigste Hilfsmittel sind Matratzenüberzüge. Diese speziellen Überzüge lassen keine Hautschuppen mehr durch, sodass den Milben die Lebensgrundlage entzogen wird.

In allen Zimmern sollte nach Möglichkeit ein Boden ohne Teppich verwendet werden, denn solche Böden kann man feucht wischen. Feuchtes Staubwischen sollte mehrmals die Woche stattfinden. Alle Staubfänger in der Wohnung sollten entfernt werden.

Polster und Matratzen nass saugen

Da sich insbesondere in Sofas, Polstergarnituren, Matratzen und Teppichen die Milben sammeln, kann man sich einen speziellen Sauger, den sogenannten Waschsauger, zulegen. Der Waschsauger bläst über die Waschdüse Wasser in das Gewebe und saugt es zusammen mit dem Staub und Schmutz wieder heraus. Dabei werden Milben, aber auch sehr viel Milbenkot herausgespült. Die Allergene und der Schmutz werden von dem Wasser gebunden. Besonders gute und geeignete Waschsauger haben dann zusätzlich noch einen Wasserfilter. Stellvertretend seien hier die Geräte der Firma Kärcher genannt, die eine hohe Qualität aufweisen und auch insbesondere für Allergiker hergestellt wurden.

Unser Tipp: Benutzen Sie einen Nass-oder Waschsauger nach Möglichkeit im Sommer und lassen Sie die nassen Teile anschließend in der Sonne trocknen. Eine gute Lüftung ist wichtig denn die Feuchtigkeit muss restlos aus den Teilen raus, da den Milben sonst erneut eine feuchte Umgebung geboten wird, in der sie sich besonders wohl fühlen.