Dampfsauger – Reinigung ganz ohne Chemie

Dampfsauger

Dampfsauger | Quelle: Amazon.de*

Ein Dampfsauger arbeitet lediglich mit heißem Dampf und verzichtet bei der Reinigung und Beseitigung von Verschmutzungen, Staub oder Milben ganz auf Chemie. Aus diesem Grunde sind Dampfsauger besonders für Allergiker interessant. Der Dampfsauger vereint dabei zwei Funktionen: Er erzeugt heißen Dampf, der auf die zu reinigende Fläche gesprüht wird, und saugt im gleichen Arbeitsschritt die Verschmutzung auf. Hier möchten wir Ihnen einige Tipps zu Reinigung mit einem Dampfsauger geben, Ihnen die Vor- und Nachteile zeigen sowie wichtige Kriterien beim Kauf eines Dampfsaugers nennen.

Wozu dient der Dampfsauger?

Der Dampfsauger hat gegenüber herkömmlichen Reinigungsarten einen großen Vorteil: Er putzt nicht nur bequem, sondern kann dabei gleich noch desinfizieren. Denn der heiße Wasserdampf tötet Keime und Bakterien wirkungsvoll ab. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Nasssauger, wo üblicherweise eine Vorbehandlung mit nassem Wasser und Reinigungsmittel durchgeführt wird, verzichtet der Dampfsauger gänzlich auf Chemie. Allein durch die Kraft des Dampfes werden Schmutz und Bakterien bekämpft und gleichzeitig aufgesaugt.

Wie funktioniert ein Dampfsauger?

In das Gerät wird in den entsprechenden Tank Leitungswasser eingefüllt. Dabei müssen keine chemischen Zusätze hinzugefügt werden – einfaches Wasser genügt. Dies geschieht meist durch einen Filter, damit das Wasser auch wirklich keine gröberen Verschmutzungen enthält.

Schließt man das Gerät dann an den Strom an und drückt den entsprechenden Bedienknopf, wird das Wasser aufgeheizt. Ein anderer Schalter dient dazu, die Saugeinheit zu aktivieren. Dann ist das Gerät also für den Einsatz bereit. Bei den meisten Dampfreinigern kann man die Stärke der Saugleistung einstellen. Auch die Dampfmenge ist oft einstellbar. Jetzt beginnt der Dampfsauger mit seiner Arbeit dort, wo sie ihn aufsetzen. Es erfordert für die Meisten ein wenig Übung, mit dem Dampfbesen zu arbeiten, aber es lohnt sich, denn wenn man den Umgang beherrscht, erleichtert er die Arbeit ungemein und putzt so hygienisch wie sonst keine andere Variante des Saugens oder Wischens.

Dampfsauger Vor- und Nachteile

Ein Dampfsauger bietet also im Vergleich zu anderen Nassreinigern den wesentlichen Vorteil, dass hier ganz ohne chemische Reinigungsmittel gearbeitet wird. Welche weiteren Vorteile, aber auch Nachteile ein Waschsauger hat, ist im Folgenden für Sie aufgelistet.

  • Verzicht auf chemische Putzmittel
  • Krankheitserreger wie Milben, Keime und Bakterien werden abgetötet
  • Besonders gut geeignet für Allergiker
  • großes Einsatzgebiet dank vieler Spezialdüsen und Bürsten
  • Kombination von saugen und reinigen
  • Gereinigte Oberflächen sind schnell wieder trocken
  • Achtsamkeit wegen heißem Dampf gefordert
  • Nicht geeignet für die Reinigung von geölten Böden
  • Teuer in der Anschaffung

Unterschied Dampfsauger und Dampfreiniger

Dampfreiniger

Dampfreiniger | Quelle: Amazon.de*

Ein Dampfreiniger arbeitet mit einem Fasertuch, der den Schmutz auffängt. Dies erfordert einen regelmäßigen Wechsel des Tuchs. Ein Dampfsauger jedoch saugt die gelösten Verschmutzungen direkt auf. Dadurch eignen sich Dampfsauger auch zur Reinigung von Teppichen und Polstern, da die Verschmutzungen durch den heißen Dampf gelöst und in den Auffangbehälter geleitet werden.

Der Dampfreiniger hingegen schafft es lediglich, den Schmutz zu lösen, kann diesen aber nicht optimal über das Mikrofasertuch aufnehmen, sodass gewisse Rückstände bleiben. Der Dampfsauger ist also ein wahrer Alleskönner und erspart Ihnen durch die Saugfunktion Zeit, die man bei einem Dampfreiniger in die Vorbehandlung der Flächen investieren müsste.

Einsatzgebiete mit einem Dampfstaubsauger

Der Dampfstaubsauger ist vielseitig einsetzbar. Folgende Einsatzgebiete sind möglich:

  • Polstermöbel; will man Sitzmöbel auffrischen, gibt es nichts Besseres. Denn so kann durch den Dampf zum einen der Bezug wieder erneuert werden, zum anderen werden eventuelle Flecken gelöst.
  • Teppiche; diese sind nicht nur mit dem Schmutz behaftet, den man sieht. Auch Bakterien und Milben tummeln sich darin. Deshalb ist die Dampfreinigung tiefenwirksam und ideal geeignet.
  • Fugen; sie sind oft vergilbt und nicht mehr sauber zu bekommen. Mit dem Dampfreiniger gelingt dies spielend. Regelmäßige Anwendung verhindert die Schimmelbildung in Fugen.
  • Fenster; mit dem Dampfreiniger werden Scheiben und Rahmen hygienisch rein, und das einfacher als mit der Hand.
  • Gardinen; und Jalousien reinigt der Dampfreiniger wie von selbst. Der Clou: die Gardienen oder Rollos müssen für die Reinigung noch nicht einmal abgenommen werden.
  • Tierkäfige-und Körbchen; hier punktet der Dampfbesen mit Reinigung und Desinfektion. Auch Tierhaare werden beseitigt.
  • Sanitäre Räume; große Flächen in Nassräumen wie Bädern oder Sauna sind blitzschnell wieder gereinigt, und das hygienisch sauber.
  • Wintergärten; die Fenster und Rahmen im Wintergarten sind mit dem Dampfreiniger schnell sauber und blank.
  • Auto putzen; sogar der Deutschen liebstes Kind, das Auto, kann mit dem Dampfreiniger geputzt werden. Und das nicht nur außen, sondern auch die Polster.
  • Bügeln; ein spezieller Aufsatz sorgt dafür, dass mit dem Dampfreiniger gebügelt werden kann. Hemden werden auf den Bügel gehängt und dann mit dem Dampfreiniger von Knittern befreit.

Worauf achten beim Dampfsaugerkauf?

Der Markt bietet eine Vielzahl an diversen Dampfsaugern an. Diese unterscheiden sich in der Funktion, Leistung, Qualität und Ausstattung. Auch der Preis variiert dabei von Modell zu Modell. Je nach Anforderung und Einsatzzweck gibt es für jeden Gebrauch einen passenden Dampfsauger. Achten sollte man beim Kauf darüber hinaus auch auf diverse Sicherheitsmerkmale. So ist zu empfehlen, dass der Dampfkessel einen Sicherheitsverschluss hat, damit der Dampf auch keinesfalls außer an der vorgesehenen Stelle entweichen kann. Besonders bei Kindern im Haushalt muss darauf geachtet werden und auch auf eine Kindersicherung, die bei manchen Geräten verbaut ist. Im Folgenden sind einige weitere Merkmale aufgelistet, die bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen sollten.

  • Heizleistung; diese sagt aus, wie lange es dauert, bis das Gerät einsatzbereit ist. Denn das kalte Wasser muss aufgeheizt werden, ehe der Dampf daraus entstehen kann. Um eine gute Saugleistung oder Dampfleistung zu erzeugen, sind 3000 Watt empfehlenswert.
  • Dampf-Temperatur; Je höher der Kesseldruck ausfällt, umso besser und feiner ist der entstehende Dampf zum Reinigen. Dampfsauger sollten eine Temperatur zwischen 80 vis 100 Grad erreichen.
  • Sicherheit; wie oben beschrieben sollten alle Sicherheitsmöglichkeiten ausgeschöpft sein, damit der Dampfsauger nicht zu einem gefährlichen Haushaltsgerät wird. Hierzu gehören Sicherheitssysteme wie Thermostat oder ein Sicherheitsverschluss für den Dampfkessel.
  • Zubehör; zahlreiches Zubehör wird angeboten. Ob zum Bügeln oder für spezielle Fensterscheiben – man sollte sich alles ansehen und dann entscheiden, was im eigenen Haushalt wichtig ist.

Was kostet ein Dampfsauger?

Eines der großen Mankos bei den Dampfsaugern sind derzeit noch die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten. Da es sich hier um ein Kombigerät handelt, welches sowohl saugen als auch feucht wischen kann, liegen die Preise weitaus höher als bei den üblichen Dampfreinigern. So kosten die Geräte meist ab 400 € und aufwärts.

Fazit: Der DampfsaugerFazit

Die Dampfreinigung ist eine hygienische und wirklich saubere Möglichkeit, den gesamten Haushalt zu reinigen. Zwar ist die Benutzung etwas aufwändiger, aber dafür lohnt es sich. Benutzt man den Dampfreiniger nicht täglich, sondern zum Großputz, ist er ein verlässlicher Helfer, der nicht übermäßig Zeit kostet, sondern Mühe und Chemikalien spart. Beim Kauf eines Dampfsaugers sollte man jedoch darauf achten, dass ein gutes Gerät gekauft wird, welches vor allem alle Sicherheitsaspekte erfüllt. Denn Wasserdampf ist nicht ungefährlich, wenn er an der falschen Stelle austritt.